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Tierparkbetreuung

Unsere Praxis hat sich in den letzten Jahren auf die Betreuung von Tierparks spezialisiert. Individuell können Betreuungsverträge geschlossen werden, die auf die Bedürfnisse des Parks zugeschnitten sind. Diese Leistungen beinhalten sowohl die Planung (Konzept, Gehegegestaltung), regelmäßige Bestandsbesuche als auch die medizinische Betreuung des Tierbestandes. Wir können das ganze Tierarten-Spektrum Ihres Parks abdecken, ob Fisch, Affe, Falke, Wisent oder Braunbär.

Rechtlich gefordert wird eine zootierärztliche Betreuung durch die sogenannte Zoorichtlinie:

Die rechtliche Grundlage für das Betreiben eines Tierparks wird durch die EU-Zoorichtlinie 1999/22/EG geregelt, welche national durch das Bundesnaturschutzgesetz §42 von 2009 umgesetzt wurde. Nach diesem Gesetz gilt jede dauerhafte Einrichtung, in der lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden als Zoo. Ausgenommen sind folgende Tierhaltungen, die also per Definition kein Zoo sind:
1. Zirkus
2. Zoohandel
3. Wildgehege mit maximal 5 Wildarten nach dem Bundesjagdgesetz
4. Einrichtungen mit maximal 20 Tieren wildlebender Arten

Das Betreiben eines typischen kleinen Tierparks ist nach diesem Gesetz durch die zuständige Behörde genehmigungsbedürftig. Das Landesrecht kann vorsehen, dass diese Erlaubnis die Genehmigung des §11 TSchG einschließen kann. Hiermit werden in dem Genehmigungsbescheid sowohl Bereiche der Naturschutz- als auch der Veterinärbehörde berührt. Die Behörde hat den ordnungsgemäßen Betrieb und die Einhaltung der geforderten Auflagen regelmäßig zu kontrollieren. Nennenswerte Veränderungen der Tierhaltung müssen ebenfalls genehmigt werden.

Die Erlaubniserteilung erfolgt durch einen Bescheid nach den Vorgaben der Zoorichtlinie. Das Betreiben des Tierparks ist abhängig von dieser Betriebserlaubnis, und der Park kann bei Nichteinhaltung der Auflagen ganz oder teilweise geschlossen werden.
Dieser Bescheid sollte die Positionen des § 42  BNatSchG voraussetzen, der vereinfacht gesagt aktuelle tiergärtnerische Standards und auch eine „good (zoo) veterinary practice“ fordert. Nur so kann ein Zoo unter Berücksichtigung des Tierschutzes bestimmte Aufgaben erfüllen. Der durch die Richtlinie geforderte gesellschaftliche Auftrag beinhaltet neben der Bildung der Besucher auch Aspekte des Natur- und Artenschutzes sowie der Forschung. Explizit wird auch die Erstellung eines schriftlichen veterinärmedizinischen Programms über Prophylaxe, Behandlung sowie Tierernährung gefordert.